Wenn das Bemühen eines Unternehmens zur Geschäftsprozessverbesserung nicht wie erwartet erfolgreich ist, kann das zwei Ursachen haben: die Geschäftsprozesse sind nicht ausreichend definiert und kommuniziert, oder: sie werden von den Menschen nicht eingehalten. Diese beiden Seiten treten dann auch noch in eine Wechselwirkung: mangelhafte Geschäftsprozesse erzeugen Unzufriedenheit, Demotivation und verschleißen Kraft und Energie. Demotivierte Mitarbeiter und Führungskräfte unterlaufen die Geschäftsabläufe, kommunizieren unzureichend an den organisatorischen Schnittstellen und zeigen wenig Interesse an der Verbesserung der Geschäftsprozesse.

Um diese Negativspirale aufzulösen, müssen beide Seiten im Fokus gehalten werden. In der Praxis stellt sich dabei heraus, dass der entscheidende Faktor der Mensch ist. Ihn gilt es für die Mitwirkung zu gewinnen, was besonders im Zuge der Digitalisierung gilt.
Nach oben entwickelt sich die Spirale, wenn die individuellen und die zwischenmenschlichen Stolpersteine abgebaut werden. Das heißt aber gleichzeitig, die Hinderungsgründe in der Organisation für ein engagiertes Miteinander zu beheben.

Vor diesem Hintergrund wurde die ganzheitliche Methode processemotion entwickelt: In diesem Extrakt aus mehr als 30 Jahren Führungs- und Projekterfahrung werden konsequente Prozessorganisation, gute Führung, kompetenter Kommunikation und engagierte Teams systematisch zusammengeführt. Es besteht aus den Bausteinen “Menschen” (Führung und Team), “Unternehmenskultur” und “Geschäftsprozesse”. Diese können sowohl einzeln als auch im konzertierten Zusammenspiel eingesetzt werden. Entscheidend für die Zusammenstellung ist das individuelle, auf die Unternehmenssituation zugeschnittene Anforderungsprofil, das gemeinsam erarbeitet wird. Daher beginnt ein Projekt auf der Grundlage von processemotion mit der Evaluation des IST-Status des Unternehmens:
– Unternehmensziele
Führungskompetenz
Mitarbeiterbindung und Teamverhalten
Kommunikations- und Konfliktlösungskompetenz
Unternehmenskultur
Prozessorientiertes Denken und Handeln
Geschäftsprozessqualität

Das Ziel ist es, processemotion zu einem festen Bestandteil der Unternehmensstrategie zu machen. Denn unabhängig davon, ob Sie nur einen Baustein oder mehrere – dann im konzertierten Zusammenspiel – einsetzen: diese Methode wirkt nachhaltig, da Geschäftsprozessverbesserungen aus dem Unternehmen und durch das Unternehmen entstehen.

FÜHRUNG

Mit der Führungsaufgabe steht eine Führungskraft zunächst in einer Differenz zu den Mitarbeitern: Ziele und Anforderungen sollen überzeugend vermittelt, ein Team für die Zielerfüllung gewonnen und die Anliegen und Vorschläge der Mitarbeiter gehört werden. Das fordert ein hohes Maß an Sozial-, Kommunikations- und Konfliktkompetenz ebenso wie die Aufmerksamkeit für die Interessenlage der Mitarbeiter.
Die Grundlage dieser Fähigkeiten ist eine authentische Führungskraft. Wenn sie dazu lediglich Führungstechniken erlernt, die nicht zur Person und inneren Überzeugungen passen, wird sie zur Sprechmaschine. Das merken Mitarbeiter sehr schnell und sie werden geradezu herausgefordert, an dieser Schauspielerei mitzuwirken.
Daher ist der erste Schritt bei processemotion zu einer guten Führung, die eigenen Werte und Ziele – durchaus auch selbstkritisch – zu klären. Das ist ein  individueller Prozess, der sich nicht mit Patentrezepten, sondern nur im Dialog erarbeiten lässt. Die persönlichen Ziele sind dann in einen Abgleich mit den wirtschaftlichen und strukturellen Unternehmenszielen, sowie den Kernkompetenzen des Unternehmen zu bringen.
Das Ergebnisse ist richtungsweisend für das gesamte Projekt: Was ist der persönlich passende Führungsstil? In welcher Richtung soll das Team entwickelt werden? Welche Unternehmenskultur soll gelebt werden?
Typischerweise geht es dabei sehr oft um Fragen der Kritikfähigkeit, der guten Kommunikation und der sympathischen Durchsetzungsfähigkeit – Themen, die wiederum eng mit den individuellen Erfahrungen und Werten verknüpft sind.
Danach lassen sich in einem processemotion-Führungscoaching durchaus auch Techniken erlernen, die aber im Zuge der Entwicklung der Führungskompetenz nur noch einen kleinen Raum einnehmen, weil die Führungskraft dann weiß, was sie zu tun hat.
Jetzt erst empfiehlt es sich, die Ziele an das Team – oft in der Form eines „Kick-Off“ – zu vermitteln.

TEAM

„Die Qualität zwischenmenschlicher Beziehungen wird zur wichtigsten Quelle der Wertschöpfung.“ (Erik Händeler)

Was Mitarbeiter bewegt, mit eigenmotivierter Produktivität zu arbeiten, und wie sie ihre persönlichen Ressourcen verbessern und einsetzen können, wird unter Termin- und Kostendruck oft vernachlässigt. Das werden sich Unternehmen im Wettbewerb – auch um Mitarbeiter – immer weniger leisten können. Dieses Potential zu heben und zu aktivieren schafft der processemotion-Baustein „Team“.
Der erste Schritt ist meist ein Kick-Off, in dem den Mitarbeitern die Ziele der Teamarbeit vermittelt werden. Die glaubhafte, nachdrückliche und nachvollziehbare Vermittlung der Unternehmensziele und -werte, die den zwischenmenschlichen Beziehungen eine hohe Bedeutung einräumen, ist kein einmaliger Akt, sondern eine dauerhafte Aufgabe der Führung.
Die Attraktivität des Teamgeistes unmittelbar erlebbar zu machen, geschieht im processemotion-Event der „Büdinger Schnitzeljagd“. Dieses Lernspiel sorgt auf einfache aber nachhaltige Weise für die Selbstreflexion und Weiterentwicklung der Teilnehmer hinsichtlich ihres Kommunikations- und Kooperationsverhalten, bei Führungskräften hinsichtlich des Führungsverhaltens.
Im processemotion-Workshop zu „Kommunikation und Kritik“ – entwickeln sich Vertrauen und Kritikfähigkeit, so dass eine immer bessere Konzentration auf die Arbeitsaufgaben erfolgt, weil im täglichen Umgang Sachebene und persönliche Betroffenheit besser getrennt werden.
Zur persönlichen Entwicklung der Teamfähigkeit kann ein begleitendes Individualcoaching sinnvoll sein, in dem Problemstellungen, die nicht öffentlich besprochen werden sollen, gelöst werden.

UNTERNEHMENSKULTUR

„Der Wettbewerb der Zukunft wird nicht mehr wie bisher über Produktqualität und Preise ausgefochten, sondern über den Kampf der Unternehmenskulturen. Indem sie Schlüsselkräfte und Spezialisten, Kunden und Lieferanten, ja auch die Öffentlichkeit mit Hilfe einer überlegenen Unternehmenskultur an sich binden.“ (Reinhold Würth)

Was ist eigentlich Unternehmenskultur? Es sind die grundlegenden Überzeugungen und die damit verbundenen Werte und Normen, die das Verhalten der Beschäftigten in einem Unternehmen bestimmen. Entscheidend sind die Stellung zu und der Umgang mit den Menschen im betrieblichen Umfeld. Eine Unternehmenskultur zeigt sich vor allem in der Mitarbeiter-, der Kunden-, der Qualitäts- und der Leistungsorientierung.
Die Inhalte der Unternehmenskultur lassen sich nicht pauschalisieren. Gelten im Maschinenbau eher mathematische Präzision und technische Finesse als Werte, benötigt ein projektierendes Unternehmen mehr Ruhe und Übersicht oder misst sich ein Sozialunternehmen hauptsächlich am Wohlergehen der ihm anvertrauten Klienten. Unternehmenskultur so zu formulieren, was dies praktisch im betrieblichen Alltag bedeutet, gibt das Programm vor, das die Führungskräfte an die Mitarbeiter zu vermitteln und bei Abweichungen zu korrigieren haben.
Diese Werte individuell aus dem Unternehmen selbst heraus zu entwickeln ist notwendig, will man nicht bei nur plakativen Parolen enden.
Die Identifikation mit dem Unternehmen und seinen Werten fördert der processemotion-Workshop „Unternehmensidentität“: Unternehmensleistungen, -werte und -kultur werden bewußt gemacht und weiterentwickelt; Mitarbeiter werden intern zu Förderern der Unternehmenskultur und nach Außen zu Botschaftern des Unternehmens.
Callidita fördert die Nachaltigkeit der Unternehmenskultur durch Kommunikationskonzepte und durch die Beratung und Moderation in Fällen von Abweichungen.

GESCHÄFTSPROZESSE

Die Abläufe im Unternehmen und damit auch die organisatorischen und strukturellen Defizite kennen die Mitarbeiter meistens selbst am Besten. Dieses Wissen zu mobilisieren und den tatsächlichen Zustand der Geschäftsprozesse transparent und damit optimierbar zu machen, halten wir für den ökonomischsten Weg zu effektiveren und stabileren Abläufen.
Dazu braucht es zum einen wechselseitiges Vertrauen, das wir in den vorgelagerten Projektschritten zur Führungs- und Teamentwicklung aufbauen. Zum anderen werden Werkzeuge benötigt, mit denen man Organisation begreifbar und dokumentierbar machen kann.
Der processemotion-Workshop „Struktur und Organisation“ ist der erste Schritt. Dabei dokumentieren die Teilnehmer mit einem einfachen Instrumentarium ihre Geschäftsprozesse, erkennen Schwachstellen und liefern eigendynamisch Verbesserungsvorschläge.
Das Ergebnis dieses Workshops sind Mitarbeiter, die gelernt haben prozessorientiert zu denken und zu handeln. Sie wissen wie, man Organisationsprobleme strukturiert löst. Die Teilnehmer haben ein besseres abteilungsübergreifendes Verständnis von den anderen Unternehmensbereichen und den Schnittstellen. Prozesswissen bleibt im Haus und verstaubt nicht in Ordnern. Einzelnen Aufgabenstellungen, die externes Expertenwissen benötigen, beschränken sich so auf einen Anteil zwischen 0 bis 20 % aller Fälle.
Mit diesem Workshop wird ein “Kontinuierlicher Verbesserungsprozess” initialisiert.
Auf die Verbesserungsvorschläge aufbauend werden im processemotion-Projekt die Organisation und die Instrumente zur Durchführung eines “Kontinuierlichen Verbesserungsprozesses” vermittelt. Das Unternehmen wird so in die Lage versetzt, selbständig und langfristig diesen Prozess nachhaltig wirksam zu verankern. Bei Bedarf und als Review steht eine punktuelle Unterstützung natürlich weiterhin zur Verfügung.

ARBEITSWEISE UND PROJEKTIERUNG

PRÄAMBEL
Ein Unternehmen kann sich darauf verlassen mit einem engagierten und aufrichtigen Gesprächspartner vertraulich zusammenzuarbeiten. Ehrlichkeit, auch in schwierigen Situationen, ist die Arbeitsgrundlage.

Ein processemotionProjekt beginnt mit dem ersten Kontakt zum Unternehmen. In einem Kennenlerntreffen werden die besonderen Aufgabenstellung des Unternehmens besprochen. Dabei können beide Seiten überprüfen, ob auch die persönliche, zwischenmenschliche „Chemie” passt – eine wichtige Prämisse für eine ertragreiche Zusammenarbeit. Das Unternehmen erhält danach eine Kurzanalyse und ein darauf zugeschnittenes Projektangebot.
Wird man sich einig, beginnt die praktische Umsetzung. Die Projekte werden kooperativ und dialogorientiert durchgeführt: ein einseitiger Beraterstandpunkt ist ausgeschlossen.
Da die Verbindung von Mensch und Prozess eine umfassende gesamtheitliche Sicht auf das Unternehmen erfordert, werden Zielsetzungen, Gespräche, Problemstellungen, Organisationsabläufe und -aufbau fortlaufend dokumentiert. Der jeweilige Projektstand, die geplanten Maßnahmen und Projektschwerpunkte können über diese Dokumentation ausgetauscht und abgeglichen werden. Dazu gehört auch die laufende Kostenkontrolle.
Alle Lösungsgespräche und Workshops werden anhand der jeweiligen betrieblichen Praxis und Problemstellungen durchgeführt. Das Projekt orientiert sich daran, das Unternehmen schnellstmöglich in die Lage zu versetzen, die gemeinsam erarbeiteten Ergebnisse eigenständig umzusetzen.
Um kurzfristig Lösungen zu finden, können auch zu nichtüblichen Geschäftszeiten Gespräche geführt werden.
Für besondere Aufgabenstellungen können passende Partner mit dem jeweils erforderlichen Spezialwissen hinzugezogen werden.