Die eigenen Kids als Nachfolger?

Lösung aus Story1:
Bei seinen Überlegungen ist Helmut Glaser immer wieder an den Punkt gekommen, dass er sein Werk nicht in fremden Händen sehen will. Das Unternehmen ist wirtschaftlich gesund und sein Alter ist abgesichert, so dass er auf Erlöse aus einem Unternehmens- oder Anteileverkauf nicht angewiesen ist. Da er auch noch im Hintergrund im Unternehmen mitwirken möchte, will er sich nicht in unwägbare Abhängigkeiten bewegen.
So sieht er für sich nur die Alternativen, Unternehmensanteile entweder an leitende Mitarbeiter weiter zu geben oder an seine Kinder. Alternativ sieht er auch darin diese beiden Wege zu kombinieren. Bedenken hat er wegen der mangelnden Reife und Erfahrung seiner Kinder, andererseits will er ihnen die Möglichkeit geben, sein Werk fortzuführen.

Und so geht es weiter:
Mit diesen Überlegungen geht Helmut Glaser in die abschließende Wochenbesprechung seines Führungskreises. Er mustert dieses Mal seine Führungscrew mit der Vorstellung, wie das laufen würde, wenn er die Verantwortung abgegeben hat. Sybille Schleicher-Gruber (48) trägt als kaufmännische und Personalleiterin die aktuelle Auftragsbestände, die letzte Faktura und die Liquiditätsentwicklung vor. Auf seine kaufmännische Leiterin kann er sich seit Jahren verlassen, er hat aber den Eindruck, dass sich eine Routine eingeschlichen hat und neue Ideen und Denkanstöße nur selten von ihr kommen. Vor allem ist er etwas enttäuscht, dass sie im Bereich der Personalleitung trotz seiner Bitte keine Vorschläge zu einer zukunftsorientierten Personalentwicklung gemacht hat.
Vertriebs- und Marketingleiter Stefan Groß (57) ist zwar immer noch dynamisch und rege, aber ihm fehlt die Konstanz, das langfristige Denken. Zudem munkelt fast das ganze Unternehmen, dass seit einiger Zeit Stefan Groß und Sybille Schleicher-Gruber ein Verhältnis haben. Von den Ideen, die Groß hat, denkt der “Alte” zwar, dass die zu 80% in den Papierkorb gehören, aber dann bleiben ja noch 20%, die dem Unternehmen nützen; nicht zuletzt bringt Groß immer wieder den Internethandel ins Spiel.
Anders geht es dem “Alten”, wenn er sich Gustav Sparsam (49) anschaut, der auch heute wieder sich engagiert Sorgen macht, ob der Großauftrag der Handelskette Med -Turn rechtzeitig zu der großen Werbekampagne rausgeht. Immer wieder schafft es Sparsam Termine einzuhalten und gewinnt auch seine Mitarbeiter für solche Sondereinsätze.
Mit seiner Entwicklungsleiterin Ida Find (36) gerät der Patriarch zwar häufiger wegen ihrem feministischen Gehabe aneinander, auf der anderen Seite beeindruckt ihn aber auch ihre Hartnäckigkeit.

Die Frage zur Nachfolge:
Was sollten eigentlich seine künftigen Nachfolger können? Wie sollte die Führungsmannschaft vielleicht jetzt schon aufgestellt werden, um die Zukunft des Unternehmens zu sichern?

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